Saisonabschluss HeMiGo
19.11.2020

HeMiGo Saisonstart mit Lochspiel

Bernd Henßen

Schon zu Beginn des Jahres zeichnete sich ab, dass die Pandemie eine große Zahl geplanter Turniere für die Mittwochsherren unmöglich machen würde. So startete die Saison mit Verzögerung, was der noch stark durchfeuchtete Platz seinerseits mit Freude zur Kenntnis nahm.

So wurde nun die Garmin-Matchplay Eröffnung zum ersten Turnier des Jahres. Die Frage war, ob sich rechtzeitig 16 Teilnehmer für diese noch Spielserie finden würden, und es meldeten sich letztlich tatsächlich sogar 32 Teilnehmer an. Da coronabedingt immer nur Zweierflights starten können, wurde der traditionelle Anfangstag der Matchplayserie auf zwei Starttage verteilt.

Das Wetter im April war für Golfer nicht immer angenehm, es war häufig kühl und trüb. Erfreulicherweise galt das nicht für die Turniertage, und so konnten die Teilnehmer bei strahlendem Sonnenschein auf ihre Runden gehen, oft warm angezogen an der Eins um dann bald ins Schwitzen zu kommen.

Gespielt wird mit Dreiviertelvorgabe, was insbesondere Spieler mit guten Handicaps vor schwierige Aufgaben stellt, wenn ihre Konkurrenten einige Striche auf ihrer Scorekarte haben. Schon am 1. Tag konnte zum Beispiel Erwin Hoffmann seinen Gegner Klaus-Peter Wennemann erst im Stechen bezwingen. Andreas Graf, immer einer der Favoriten und auch schon öfter Gewinner bzw. Halbfinalist, hatte es mit Helmut Rinke zu tun, lag schon einmal zurück, dann wieder vorne. An Loch 18 stand die Entscheidung kurz bevor, aber Helmut lochte seinen Putt aus langer Distanz ein. All Square! Dem Men`s Captain Bernd Henßen, der zuschaute, rief Andreas zu „Es ist zum Verzweifeln, so puttet der schon die ganze Zeit.“. Das 19. Loch brachte dann ebenso wenig eine Entscheidung wie das 20. An der Bahn 3 war Helmut mit seinem Abschlag nicht ganz zufrieden, chippte dann aber aufs Grün, lochte wieder einen langen Putt zum Par ein und hatte damit gewonnen. So spannend ist eben nur Lochspiel. Und so fair. Andreas: „Ich freue mich für Helmut, er hat einfach toll gespielt.“

Auch die anderen Partien waren sehr interessant, und die folgenden Runden versprechen Hochspannung. Das Lochspiel hat das Einhalten der Hygieneregeln leicht gemacht. Und weil es so schön ist, folgt eine nun eine zweite Matchplayserie.

Freundschaftsspiele sind 2021 schwierig, weswegen die meisten fest eingeplanten vertagt oder abgesagt werden mussten. Zu den Gastspielen mit anderen Clubs gehören nun einmal der gemeinsame Kanonenstart, Dreier- oder Vierergruppen, in denen man sich unterhalten und austauschen kann, und nicht zuletzt das Beisammensein in der Gastronomie bei Siegerehrung und gemeinsamem Essen.

Das ist leider noch undenkbar, und aus den gleichen Gründen sind auch Sponsorenturniere zumindest zu verschieben. Marcus Meier, der im Herbst ein solches anbieten wollte, kam deshalb mit der Idee zum Men’s Captain, auch dieses Turnier als Matchplay auszutragen. Bernd Henßen war von diesem Vorschlag begeistert, musste sich aber erst einmal in die gewünschten Modalitäten einarbeiten. Es ist in einem doppelten k.o.-System ausgeschrieben. Darin scheidet man nicht sofort aus, wenn man einmal verliert. Es das zweite verlorene Spiel führt dazu, dass man den Wettbewerb verlassen muss. Dies gilt auch im Finale. Wenn der Finalteilnehmer aus der Siegergruppe gegen den aus der Second-Chance verliert, ist ein zweites Finale notwendig. Die Spielform ist Neuland, verspricht aber viel Spaß und Spannung.

Die Stablefordturniere, die ansonsten angesetzt werden, finden in kleinerem Rahmen statt. Siegerehrungen gibt es noch nicht, aber Vorgabewirksamkeit im neuen Handicapsystem. Auch hier haben sich alle an Neuland zu gewöhnen. So bringt die Krise nicht nur im Alltag Gelegenheit zu neuen Erfahrungen mit sich, sondern auch in der Mittwochsrunde.